MAKE LØVE NOT WAR!

Oktober 20, 2020    

Zum ersten Mal seit Tagen, habe ich ein bißchen mehr Zeit für Facebook, lese quer und plötzlich sind ZWEI fucking Stunden rum! Grundgütiger! Facebook ist eine Droge! (Ist Analog schon Methadon?) Allerdings eine Droge mit Nebenwirkungen…
Nach einer 2stündigen Überdosis vom Mitlesen der Posting-Streitigkeiten, gegenseitiger Abwertung & Rechthaberei, will ich mich frustriert wieder abmelden, lande aber zum Glück vorher bei ein paar älteren Flower-Power-Starlets aus den Staaten, die sich über „the good ole days“ unterhalten. Die eine wurde Ende der Sechziger beim trampen von Steve McQueen mitgenommen und als sie ihn erkannte, platzte aus ihr heraus: “Oh my god – you‘re Paul Newman!!“ McQueen lachte sich schlapp und meinte: “No, i’m the other guy.” Später war sie dann am Santa Monica Pier und sah James Caan vorbeifahren. Sie winkte, er hielt an, und dann spazierten sie einfach zusammen ewig den Strand entlang, total gechillt, laid-back, fast wie Freunde. Allerdings gibt sie zu, dass sie damals oft so stoned war, dass sie vielleicht nicht alles mitbekommen hat. 😀
Ich LIEBE Geschichten aus dieser Zeit! Warum? Weil es eine Zeit der weltweiten Hoffnung war. Alleine das „Trampen“. Welch geniales Konzept. Daumen raus, neue Leute, neuer Ort. Bewegung innerlich, wie äußerlich.
Die 1960er waren generell eine Zeit des Aufbruchs und der Veränderung. Ich bewundere die damalige Jugendbewegung, die mich manchmal ein bißchen an die heutige erinnert, die momentan von der Pandemie ausgebremst wird. Die damalige wurde dann, trotz aller Gegenwehr der Konservativen, zur weltweiten Friedensbewegung, deren Ideen unser aller Denken bis heute positiv beeinflusst. Umweltschutz, Anti-Rassismus, die sexuelle Revolution, so viel Gutes ist damals durch diese Dauer-Bekifften Hippies entstanden, und warum?
WEIL SIE LIEBE MACHEN WOLLTEN, STATT KRIEG.
So einfach ist es manchmal.
Okay, vielleicht waren damals ein bisschen viel Drogen im Spiel, aber die halfen eben auch beim Aufbrechen der alten Strukturen des Gehorchens und Funktionierens. Man wollte nicht mehr mit marschieren, sondern frei sein und sich lieben. Aus Konkurrenz wurde Gemeinsamkeit, aus Millionen Einzelkämpfern wurde eine Massenbewegung, und das alles während der vielleicht besten Zeit für Musik jemals. Oder. Diese Musik entstand erst durch diese Art zu Denken und Leben – und Lieben.
Mein Gott, die Flower-Power-Bewegung. Das klingt so harmlos und wird vieler Orts heute belächelt, aber wisst ihr was: Wenn ich nur einen einzigen Wunsch für uns alle frei hätte, dann wäre es nochmal eine weltweite Bewegung, in der es sich primär um Liebe handelt, denn das einzige wirklich wichtige, woran es der Welt und vielen von uns immer noch mangelt, ist: Love. Vor allem Selbstliebe. All you need is love….
Sorry, so klinge ich immer, wenn mein Flower-Power-Mindset mich resettet. Jetzt mache ich mir noch einen Kaffee, trampe durch Sechzigerjahre-Dokus und drehe die Musik laut, während ich von einer Welt mit mehr Liebe zwischen uns allen träume. Ich glaube, der Befreiungsschrei nach der Pandemie, das Explodieren der Kunst, die Wiedersehensfreude, das wilde Zusammenkommen, all das wird die Kraft haben, um einen Moment zu kreieren, der was Großes auslösen kann. Ich freue mich drauf.
Sehr.

❤️
Michel

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