Euskirchen – live!

September 15, 2018    

Ihr Lieben,

heute „lese“ ich 4 x 20 Minuten auf der 12. Euskirchener Kulturnacht.

Showtime: 19:00 Uhr / 20:20 Uhr / 21:40 Uhr / 23:00 Uhr.

Ich habe tagelang gerätselt, was macht man mit 4 x 20 Minuten?

Da es ein Festival ist und das Publikum zwischen den Shows permanent in Bewegung ist, bringt lineares Erzählen nichts. Also habe ich beschlossen, die gesamte Bandbreite meines Schreibens heute zu zedieren sezieren, und so hat jetzt jeder Block sein eigenes Thema bekommen.

Um 1900 werde ich den Abend launisch anmoderieren und zu meinem Schriftsteller- Comeback und den aktuellen Plänen Stellung nehmen. Danach wird es um Musik, Prince und die Entstehung von „Das schönste Mädchen der Welt“ gehen.

Um 2020 dreht es sich 20 Minuten lang um 174 Tinderdates, die schönsten Erkenntnisse daraus und deren Auswirkungen auf Kapitel 2 des Romans, welches ich dann auch lesen werde.

Ab 2140 widme ich allen meinen anderen Romanen jeweils 4 Minuten. Die besten Sätze, schlimmsten Anekdoten und für die Controller im Publikum natürlich die auch Seitenanzahl der Romane. Ich versuche es nicht ganz unlustig werden zu lassen. Könnte klappen. ;o)

Um 2300 dann mein persönlicher Höhepunkt. Denn dann hole ich tatsächlich meine guten alten, in hunderten Einsätzen gestählten Kindertexte, wahrscheinlich zum allerletzten Mal hervor. Ich freue mich selber so darauf, sie noch Mal zu lesen, um mich dann um 2320 aus einem hysterisch kichernden Saal zu verabschieden.

Ist der Abend dann zu Ende? Nein. Denn…

Anbei sind heute nicht nur Konfettibomben, sondern auch mein einmaliger Superroadie Chris. Chris ist nicht nur klug und schön, sie hat auch noch um Mitternacht Geburtstag. Mal schauen, wie wir das vernünftig kanalisiert bekommen. ;o)

So oder so gilt mal wieder: Carpe diem! Für andere ist es nur ne Lesung – für mich ist das mein Leben! Ich will Spaß! Ich will Wahrhaftigkeit! Ich will… love, love, love…

Michel
PS: Passend dazu vielleicht noch die fröhliche Randnotiz, dass mir zum ersten mal in 30 Jahren Bühne, ein Vertrag vorliegt, der mir für den ganzen Abend Alkoholverbot vorschreibt. Mein Ruf eilt mir voraus? Wohl kaum. Da bereits ein einziger Schluck Schampus mir die Lese-Artikulation versaut, trinke ich eigentlich nie Alkohol während der Show. Stattdessen weiche ich auf Zuckergetränken aus, die ich sonst nie anrühre. Wenn der Veranstalter wüsste, wie ich auf einen Liter Cola reagiere, würde er sich jetzt langsam beginnen Sorgen zu machen, aber das findet er später ja dann noch heraus. Bis dann, hehehe…

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