Nele & Paul

Rezensionen

Das letzte Gefecht in Sachen Liebe. Der Roman „Nele & Paul“ ist ein imposantes Dokument dessen, wie lebens- und liebenswert Passion sein kann.
DIE WELT

Den Frauen zu huldigen mit Geschichten, die eine tiefe Sehnsucht nach erfüllter Liebe verraten, das hat der Däne inzwischen zu einer Meisterschaft entwickelt.
THÜRINGER ALLGEMEINE

Kann eine Jugendliebe Bestand fürs Leben haben? Die Geschichte um Nele und Paul ist wunderbar undtrotz Leichtigkeit in der Sprache mit beeindruckendem Tiefgang geschrieben. Nicht verpassen!
LIFE!

Michel Birbæk hat das große Talent, in einem einzigen Satz alles zu sagen.
KULTURNEWS.DE

Das Buch der Woche – für echte Romantiker.
FERNSEHWOCHE

Eine bemerkenswerte Liebesgeschichte. Diese Art Autoren haben wir sehr selten in Deutschland.
SAT 1 FRÜHSTÜCKSFERNSEHEN

Nele & Paul garantiert Lachfalten und den Glauben an die ganz große Liebe.
ARD MEDIATHEK

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Das ist das Problem mit der großen Liebe – sie versaut einen für die Kleinen…

Eines Nachts schrieb ich diesen Satz auf einen Bierdeckel und wusste: Das ist es. Das ist die nächste Geschichte, die ich schreiben werde. Die große Liebe, die den Anspruch so hoch schraubt, dass man die kleine Liebe nicht mehr genießt.

Ich selber brauchte ewig um über meine erste große Liebe hinwegzukommen. 3 Beziehungen später war ich immer noch voller Hoffnung auf eine zweite Chance mit der Ersten. Doch was, wenn ich sie bekommen hätte? Hätte ich auch diese versaut? Oder hätte ich es diesmal besser hinbekommen? Und wenn ja, wie? Was hätte ich anders gemacht…?

Ich begann zu schreiben und es sprudelte nur so raus. Schon bald wusste ich, dass ich mit dieser Geschichte aus meiner Gegenwart/Großstadt raus gehen und in meine Vergangenheit/Dorfgegend zurückgehen würde. Der Protagonist sollte auch nicht einen meiner wirklichen Jobs haben, wie bisher Tacheles (Musiker), Viktor (Drehbuchschreiber) und Lasse (Comedian). Stattdessen sollte er etwas sein, dass ich vielleicht geworden wäre, wenn alles anders gekommen wäre…

Zudem hatte ich wieder mal die Trilogie von Djian gelesen und liebte die Szenen, die lange Zeit nur ER schreiben konnte…. dieses, vom Leben betrunken im Garten sitzen, den Himmel über sich, eine Beziehung hinter sich, kein Ziel vor sich, bloß den Augenblick genießend, bis… bis das Leben ihn zwingt, in dieser klitzekleinen Sache etwas zu unternehmen – und alles aus den Fugen gerät.

So entstand die Geschichte vom Dorfpolizisten Paul, der auf dem Land mit seiner behinderten Mutter lebt, seiner großen Liebe nachtrauert und eine möglichst ruhige Kugel schiebt, während er Affären mit den einsamen Frauen seiner Häftlinge hat. Doch dann kommt sie wieder… Nele. Plötzlich ist alles wieder wie früher – die Liebe, die Vertrautheit und das Gefühl absolut richtig zu liegen. Doch Nele hat sich verändert. Irgendwas ist mit ihr passiert. Paul beschließt mit ihr fortzugehen, er muss vorher nur in dieser klitzekleinen Sache etwas unternehmen…

Diese “Phillipe-Djian-Hommage“ schickte ich an den Verlag und die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten:
„Klasse! Du bist der deutsche Nick Hornby!“
Soviel zu meinem Hommagetalent.

Ein Wort zu den Figuren…
Ich denke noch Jahre später manchmal an bestimmte Roman-Figuren, wenn ich etwas bestimmtes sage oder tue. Aber ein paar sind mir ganz besonders ans Herz gewachsen. Unter ihnen sind Far und Mor. Das sind die dänischen Rufnamen für Vater und Mutter. Ich hatte das Glück tolle Eltern zu haben. Sie passten zwar nicht zusammen, aber jeder für sich war groß.

In “Was mich fertig macht…” & “Beziehungswaise” habe ich meinem geliebten Far ein “Denkmal” gesetzt. 
In “Nele & Paul” ließ ich dann endlich meine Mutter zu Geltung kommen. Meine taffe, schräge Mor, die vom Schicksal gebeutelt wurde und dennoch immer ein Grund fand, das Leben zu genießen. Beim Schreiben fielen mir tausend Dinge ein, die wir zusammen gemacht hatten oder Eigenarten von ihr. Zum Beispiel, rief sie mich bis zu ihrem Tod wöchentlich an, und wenn wir uns nichts zu sagen hatten, begann sie zu singen. Wir sangen ein dänisches Lied zusammen, sie legte auf und mein Tag war ein anderer.
 Für all die gemeinsamen Geschichten, die mir beim Schreiben von “Nele & Paul” einfielen, bin ich sehr dankbar. In welchem Beruf hat man sonst die Möglichkeit sein Leben und seine Lieben so exzessiv zu reflektieren und wiederauferstehen zu lassen. I love Schreiben.

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