Hallo und willkommen bei den häufig gestellten Fragen.

Manche Fragen beantwortet man öfters und um allen viel Zeit zu sparen, habe ich die häufigsten hier zusammengefasst.

Um die Sache unterhaltsamer zu machen, habe ich sie auch beantwortet. ,o)

Viel Spaß!

BIOGRAPHISCHES

Bist du wirklich Däne?
In Kopenhagen geboren, die ersten 12 Jahre dort gelebt und den Pass bis heute behalten. Ich dachte neulich mal wieder über Doppelte Staatsbürgerschaft nach, aber das ist leider nicht möglich, denn ich müsste meinen dänischen Pass abgeben, um den Deutschen zu bekommen. Wirklich schade.

Migrant. Wie ist das in Deutschland?
Gut! Das man mir den Ausländer nicht ansieht, war sicherlich mal von Vorteil. Das ich mich sprachlich integriert habe, sicher auch. Für ein großes Wirtschaftsland ist D. erfreulich pazifistisch. Und die deutsche Sprache – sagenhaft! Was die deutsche Mentalität angeht, da könnte man in Sachen Lebensfreude und Freundlichkeit sicher nachlegen, aber ganz klar: Deutschland ist ein Standortvorteil in Sachen Lebensqualität.

Und Dänemark?
Klasse! Rundum Meer! Eine spannende Literatur- & Filmszene und insgesamt gute Voraussetzungen für Familie, Bildung und Kunst. International ausgerichtet und zugleich in manchen Dinge erstaunlich “nationalistisch”. Selbstbewusste sympathische Frauen, wie unsere Königin. Und – die Dänen haben Vertrauen zu ihrem Staat! Ein verblüffend großartiges Gefühl, dass ich sehr gerne in Deutschland hätte, was aber an den Politikern und vor allem, den Lobbyisten, scheitert.

Fühlst du dich als Däne oder Deutscher?
Es ist ein Geschenk, sich in zwei Ländern zuhause zu fühlen. Man kann sich schön die Rosinen rauspicken. Wenn mir in Deutschland zu sehr gejammert wird, ziehe ich mich auf meinem dänischen Anteil zurück, und wenn Deutschland Nein zum Irakkrieg sagt (Danke!) und die Dänen gleichzeitig ihre ganze Marine mit den Amis in den Krieg schicken (ein Boot), dann stehe ich auf und sage: Ich bin sehr Stolz auf meine neue Heimat. Auflerdem schäme ich mich im Ausland für gewisse Deutsche und verteidige das Land gleichzeitig gegen Deutsche, die es schlecht reden. Das muss irgendwie Integration sein, ja?

Wie viele Seiten hat dein aktueller Roman?
Fragen zum Schreiben werden weiter unten beantwortet.

Bist du wirklich Tankwart?
Grundgütiger, ja. Eine absurde dreijährige Ausbildung. Nach 2 Monaten hätte ich vermutlich die Gesellenprüfung bestanden. Durch die Honorierung gewöhnte ich mich gleich an meine späteren Künstlergagen. 241 D-Mark im Monat. Die Sache hat sich dennoch gelohnt, denn durch den Abschluss bekam ich die unbefristete Aufenthaltserlaubnis in Deutschland.

Hast du wirklich Musik gemacht?
15 Jahre kurz, war die Band mein Familienersatz. Wir waren eine klassische Liveband. Ich war nie der beste Sänger, aber in Sachen Text und Performance lief es nicht schlecht. Ich vermisse es immer noch. Musikmachen macht glücklich. Wie Schreiben. Nur Musik macht man eben nicht allein…

Warum bist du immer noch so unbekannt?
Danke schön. Gute Frage. War schon mit der Band so. Mit der Kölner Band spielten wir in kürzester Zeit Livemusichall, E-Werk und Domplatte, zudem gingen wir mit dem damals erfolgreichsten deutschen Produzenten ins Studio und nahmen die Platte auf. Dennoch sagten die meisten: Wer???
Beim Schreiben läuft es besser, doch auch nach dem vierten Roman, sowie hunderte von Lesungen und Rezensionen, attestieren mir immer noch viele Menschen, wie unbekannt ich ihnen bin. Mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als
a) Ein Buch über schmutzigen Sex und/oder DDR und/oder Krieg zu schreiben.
b) xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx. (Auf Anraten des Anwalts gestrichen)
c) xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx. (Auf Anraten des Anwalts gestrichen)

Wer sind deine Vorbilder?
Vorbilder klingt immer so … Aber  mit ihrem Können und Herz, haben mich unter anderem folgende Künstler inspiriert:

Als Schriftsteller: Früher Djian, McInnery, Masterton. Jetzt auch Lehane, Winslow, Vachss, Irving und andere.
Als Musiker: Auf jeden Fall auch Prince, Beatles, Selig, Sinatra, Cullum.
Als Torwart: Toni Schuhmacher & Peter Schmeichel.
Als Mensch: Meine Eltern. Und viele viele viele viele viele viele andere.

Hast du Familie in Dänemark?
Oh ja! Schwestern und Neffen, Nichten, Tanten und Onkel…

Hast du Kinder?
Gott sei Dank leider nicht. Ich liebe Kinder, aber eigene hat nicht sollen sein. Manchmal bin ich erleichtert. Manchmal nicht…

Was ist dein Lebensmotto?
Ich tat mich immer schwer damit, mir die Gegenwart zu versauen, um eine bessere Zukunft zu haben, daher passt vielleicht: Carpe diem. Wobei ich “nutze” mit “genieße” ersetzen würde. Ich habe erlebt, wie schnell das Leben vorbei sein kann, also versuche ich mein Leben zu genießen, auch an den “dreckigen” Tagen. Das klappt nicht immer, aber wenn man es sich vornimmt, klappt es häufiger.

SCHREIBEN

Wie viele Seiten hat dein aktueller Roman?
Jedenfalls unter 500, damit er – im Gegensatz zu “Beziehungswaise” – durch den Briefkastenschlitz passt, aber ehrlich gesagt, werde ich diese Frage nie verstehen: Wenn ich nach ein Jahr Auszeit wieder bei meinen Freunden auftauche und sage: He, ich habe einen neuen Roman geschrieben, er handelt von existenziellen Dingen, wie Sterben und Lieben und die perfekte Beziehung und Todesangst und die Zukunft der Menschheit. So nicken sie huldvoll und fragen: Wie viele Seiten hat er…
Ist die Länge doch so wichtig?

Sind deine Romane autobiographisch?
Semi-Biographisch. Alle Romane (Mit Ausnahme von Nele & Paul), spielen in meiner aktuellen Welt und die Emotionen der Protagonisten sind “Biographisch”. Aber natürlich hat sich alles genausovölliganders zugetragen…

Ist Schreiben Therapie?
Schreiben schärft das Auge für zwischenmenschliche Verhaltensmuster, was ja nie schaden kann. Außerdem bekommt man Feedback und Gedankenanstöße durch die unterschiedlichen Reaktionen der Leser.
Ein weiterer Luxus, den man als Schriftsteller hat, ist: Man kann sich besser oder schlechter schreiben, als man ist und so Situationen, die man erlebt hat, spielerisch verändern – und sehen was passiert. Eine Technik, die ich nur empfehlen kann.

Wie fallen dir deine Romanthemen ein?
Hm. Ich schreibe einfach über das, was mich bewegt. Man könnte sagen, ich schreibe bei meinem Leben ab. Was ein guter Antrieb ist, um mehr zu erleben, um noch mehr zu lernen und noch mehr zu erleben und noch mehr schreiben zu können und…

Wieso gibt es keinen zweiten Teil von “Wenn das Leben ein Strand ist, sind Frauen das mehr?”
Ich schreibe keine Fortsetzungen, solange Ideen für Originale da sind.

Wieso sind deine Romane noch nicht verfilmt?
Gute Frage. Ich habe darauf keine Antwort. Einer meiner Träume bleibt: Irgendwann im Kino zu sitzen und die Verfilmung eines meiner Babys zu sehen.

Was hast du mir ins Buch gekritzelt?
Immer was Schönes auf Dänisch.

Wie viele Seiten hat dein letzter Roman?
Seufz.

Was ist Sit-Down-Comedy?
Halb Stand-Up im Sitzen, halb Leseshow.

Wann erscheint dein nächster Roman?
2010.

Wovon handelt er?
Das möchte ich noch für mich behalten, aber: Der Protagonist arbeitet für ein Frauenmagazin und ist leicht beziehungsgestört, dennoch stellt er den Heiratsantrag, den ich hätte stellen sollen. Allerdings bekommt er eine andere Antwort, als ich bekommen hätte…

Wie viele Seiten hat er?
UAAAH!!!

Was soll ich in der Zwischenzeit lesen?
Die Welt ist voller Perlen, wie sollte man sie alle aufzählen… Aber gut: Hier eine Überbrückungsliste mit der man wahrscheinlich sogar einen Ozean überbrücken könnte.

Stilsichere Bücher der Extraklasse:
Goldman: “Brautprinzessin.”
Stephenson: “Snow Crash.”
McInnery: “Ich nun wieder.”
Winslow: “Die Auferstehung des Bobby Z.”
Strete: “Uns verbrennt die Nacht.”
Sowie vieles von J.R.Lansdale, C.Hiiasen, J. Irving, C. Moore, N.Hornby und natürlich… P.Djian.

Liebesromane:
Glattauer: “Gut gegen Nordwind.”

Kurzgeschichten:
Özdogan: “Trinkgeld vom Schicksal”
Özdogan: “Ein gutes Leben ist die beste Rache.”

Krimis:
Alles von D.Lehane, J.Crumley und C.Huston. Vieles von A.Vachss, B.Parker, R.Crais.

Pädagogik:
Makarenko: “Weg ins Leben.”

Biographien:
W.Shatner, L.Hagman, Mesrine.

Beziehungssachbücher:
Zschocke: “Er oder ich”
Brizendine: “Das weibliche Gehirn.”

Sehr gute Bücher außerhalb dieser Kategorien:
Nun: “Surf City.”
Mae Brown: “Rubinroter Dschungel.”
Kesey: “Einer flog über das Kuckkucksnest.”
Hill: “Amanda – die 11 Millionen Meilen große Tänzerin.” (SF)
Schwab: “Nie wieder Apfelkorn”

Und ein interessantes Sachbuch in Sachen Finanzkrise/Kapitalismus…
Benjes: “Wer hat Angst vor Silvio Gesell?”

Viel Spaß beim Lesen!